Anfrage zur Verwendung "fair gehandelter Produkte"

Anfrage zur Ratssitzung am 30.6.2010 1)     Der Rat hat vor ca. 20 Jahren auf Antrag des Arbeitskreises Kirche und Welt Schnellenbach einstimmig beschlossen, dass nur noch „fair gehandelter Kaffee“ im Rathaus ausgeschenkt wird. Wie wird dieser Beschluss seitdem umgesetzt? 2)     Der Rat hat am 19.9.2005 einstimmig beschlossen, an der „Clean-Clothes-  Kampagne“ teilzunehmen. Hierdurch verpflichtet sich die Gemeinde  bei der Beschaffung von Produkten darauf zu achten, dass die Produkte nicht durch ausbeuterische Kinderarbeit entstanden sind. Wie wird dieser Beschluss seitdem umgesetzt?

Anfrage zur Ratssitzung am 30.6.2010

1)     Der Rat hat vor ca. 20 Jahren auf Antrag des Arbeitskreises Kirche und Welt Schnellenbach einstimmig beschlossen, dass nur noch „fair gehandelter Kaffee“ im Rathaus ausgeschenkt wird.

Wie wird dieser Beschluss seitdem umgesetzt?

2)     Der Rat hat am 19.9.2005 einstimmig beschlossen, an der „Clean-Clothes-  Kampagne“ teilzunehmen. Hierdurch verpflichtet sich die Gemeinde  bei der Beschaffung von Produkten darauf zu achten, dass die Produkte nicht durch ausbeuterische Kinderarbeit entstanden sind.

Wie wird dieser Beschluss seitdem umgesetzt?

Antwort der Verwaltung:

Zu 1)

Der Beschluss wurde bis zum Erwerb zwei neuer Kaffeevollautomaten im Erd- und Obergeschoss weitestgehend umgesetzt. Mit dem Einsatz der Spezialitäten-Vollautomaten, bei dem auf Knopfdruck alle Kaffeespezialitäten Tasse für Tasse in wenigen Sekunden frisch gemahlen, gebrüht und gefiltert werden, kamen nur Kaffeesorten mit einer bestimmten Körnung in Betracht, um die Störungsanfälligkeit zu vermeiden. Darüber hinaus muss ein bestimmter Anteil an löslichem Kaffee zugeführt werden.

Die vom Aufsteller empfohlenen und auch vertriebenen Produkte aus dem Bereich „Transfair“ waren allerdings sehr teuer. So kostet das Produkt „gepa Café Rico“ bei 1000 g 19,70 € rd. 83 % mehr als das zurzeit verwendete Produkt „Jacobs Crema“ (10,79 €). Angesichts der stark angespannten Finanzsituation und der sich im Nothaushalt befindlichen Kommune wurde die kostengünstigste Variante gewählt.

Zu 2)

Die Gemeinde Engelskirchen nimmt an der Kampagne teil und unterstützt die Aktivität in diesem Bereich ausdrücklich. Die Mitarbeiter wurden angewiesen, bei Auftragsvergaben, die darauf hindeuten, dass Produkte aus Kinderarbeit stammen könnten, einen entsprechenden Passus aufzunehmen.

Es besteht in der Praxis aber nur sehr schwer die Möglichkeit zu überprüfen, ob Lieferanten die Forderung der Gemeinde einhalten. Vor allem bei Produkten, die aus mehreren Einzelteilen gefertigt werden, ist der Herstellungsweg oft nicht nachvollziehbar.