Halbstundentakt RB 25

19.09.05

Antrag zur Ratssitzung am 9.11.2005

 

Der Rat fordert den VRS auf, den Halbstundentakt der Regionalbahn RB25 zwischen Köln und Overath zum nächsten Fahrplanwechsel bis Engelskirchen auszudehnen.

Begründung:

Auch in diesem Sommer pendelten wieder Züge der RB25 zwischen Overath und Engelskirchen ohne Mitnahme von Fahrgästen hin und her. Fahrgäste, die von Köln aus nach Engelskirchen fahren wollten und dabei die RB25  z.B. um 12.54 Uhr benutzten, wurden um 13.28 Uhr in Overath aus der Bahn komplimentiert (wie der Fahrplan es vorsieht) und mussten mit ansehen, dass der leere Zug bis Engelskirchen weiter fuhr. Dort hielt der Zug einige Zeit, fuhr zurück nach Overath und beförderte um 14.00 Uhr Fahrgäste in Richtung Köln. Eine Stunde später wiederholte sich das traurige Schauspiel.

Bereits im Vorjahr hatte die DB diesen Schildbürgerstreich über viele Monate zum Ärger Engelskirchener Bahnkunden praktiziert. Auf Anfragen bei VRS oder DB wurde den Fahrgästen nur mitgeteilt, dass „die Züge wegen technischer Probleme bei den derzeitigen Außentemperaturen nach Engelskirchen fahren.“  Der Anregung, dann doch auch Fahrgäste zu befördern, begegneten die Schildbürger von VRS und DB mit dem lapidaren Hinweis, dass „bei niedrigeren Temperaturen es jederzeit möglich sei, die Züge nicht über Overath hinauszuführen“. Und weiter: „Insofern ist eine Öffnung der Züge und damit ein regelmäßiger Fahrplan nicht möglich“.

Die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN sieht hierin eine Brüskierung Engelskirchener Bahnkunden. Leerfahrten zwischen Overath und Engelskirchen sind zudem kein Beitrag zum Umweltschutz.

Deshalb sollte der Großversuch von VRS und DB, den Halbstundentakt zwischen Köln und Engelskirchen ohne Fahrgäste zu proben, in der jetzigen Form unverzüglich beendet werden. Der Versuch hat jedoch gezeigt, dass der Halbstundentakt der RB25 zwischen Köln und Overath problemlos bis Engelskirchen ausdehnbar ist. Bei einem Aufenthalt von 32 Minuten in Overath und einer Fahrzeit von 12 Minuten zwischen Overath und Engelskirchen ist dies keine allzu große Überraschung.

Deshalb sollte der Rat die VRS-Verbandsversammlung auffordern, die notwendigen Beschlüsse zu fassen, dass zum nächsten Fahrplanwechsel der Halbstundentakt zwischen Köln und Engelskirchen eingerichtet wird.