Sicherung des Laichhabitats für den Lachs

04.09.14

Antrag zur Ratssitzung am 9.4.2014 

Der Rat der Gemeinde Engelskirchen fordert den Regierungspräsidenten Köln auf, endlich dafür Sorge zu tragen, dass das Laichhabitat für den Lachs im alten Aggerbett zwischen Stau Ehreshoven I und Stau Ehreshoven II durch eine Mindestwasserführung in seiner Funktion gesichert wird.

 Begründung:

 Das Siegsystem ist das bedeutendste Laichhabitat für den Lachs im europäischen Rheinsystem. Innerhalb des Siegsystems kommt der Agger bis Ehreshoven I diesbezüglich eine hervorragende Bedeutung zu. Eine große Beeinträchtigung der Agger als Laichhabitat für den Lachs in Engelskirchen stellt der oftmals zu geringe Wasserstand im alten Aggerbett  zwischen Ehreshoven I und Ehreshoven II dar. Die gegenwärtigen technischen Einrichtungen an der Stauanlage Ehreshoven I vermögen es nicht, die gesetzlich vorgegebene Mindestwasserführung zu gewährleisten.

Werden durch eine Mindestwasserführung an Stau Ehreshoven  I die Laichmöglichkeiten der Lachse nicht gewährleistet, so entfällt für das Ziel des Wanderfischprogramms, eine sich selbst tragende Lachspopulation im Rheinsystem zu erreichen, ein 2,65 km langes wertvolles Habitat. Angesichts des geringen Habitats in NRW, das nur noch 11% des ehemaligen, natürlichen Habitats ausmacht, ist dies von Gewicht.

Der RP Köln wurde seit Jahren wiederholt auf die Problematik hingewiesen, unter anderem im Ausschuss für Umwelt, Landwirtschaft und Verbraucherfragen des Oberbergischen Kreises am 9. 9. 2010.

Mit relativ geringen Mitteln könnte ein Beitrag für die Engelskirchener Lachse erreicht werden.