Zu Gast in Engelskirchen Alexandra Gauß, grüne Bürgermeisterin von Windeck

02.11.22 von Lisa Maaßen

Seit 2018 ist Alexandra Gauß Bürgermeisterin der Gemeinde Windeck.
Die 2. Vizepräsidentin des Städte- und Gemeindebundes und Grünen Mitglied war auf Einladung des OV Engelskirchen ins evangelische Gemeindezentrum nach Ründeroth gekommen.
Frau Gauß kam direkt aus Köln, wo sie bei der Bezirksregierung einen Förderbescheid über weitere Stadtentwicklungsmaßnahmen erhalten hatte.

Es war ein Austausch in großer Runde, in dem es vor allem über Problemstellungen kleiner Kommunen und der interkommunalen Zusammenarbeit ging.
So berichtete sie über die Pläne eines Windparks gemeinsam mit den angrenzenden Kommunen Waldbröl und Ruppichteroth.
Durch bürgerschaftliches Engagement ist der Grundstein für dieses Projekt gelegt worden. Z.Zt. prüfen die einzelnen Verwaltungen die Möglichkeit einer einheitlichen Gewerbesteuerregelung für die zu erwartenden Einnahmen.

Als Alexandra Gauß 2018 die Amtsgeschäfte in Windeck übernahm, standen 630 geplante Maßnahmen auf ihrer To-do-Liste. Die Verwaltung hatte sich entschieden, mit einem Ranking diese Maßnahmen zu gewichten, um dann gemeinsam mit der Politik zu entscheiden, wie diese Maßnahmen abgearbeitet werden. Zu den wichtigsten Themen gehörten die Schaffung von Kindergartenplätzen, die Fokussierung auf Wohn- und Gewerbeverdichtung und die Förderung des Naherholungswerts in der Kommune.
 
Alexandra Gauß betonte an dieser Stelle, dass es wichtig sei, sich auf die verändernden gesellschaftlichen Probleme einzustellen, dabei aber nicht aus dem Blick zu verlieren, welche Markenkerne eine Gemeinde ausmachten und diese aktiv zu gestalten.
So sieht sie denn auch einen großen Zusammenhang zwischen den Problemen der Großstädte Köln und Bonn, die den ländlichen Kommunen sozusagen vor die „Füße fallen“. Hier eine ausgewogene Balance zwischen den einzelnen Bedürfnissen zu schaffen, sei nicht immer einfach.
Ihre Erfahrung zeige, dass ein gutes Verhältnis zu den einzelnen Fraktionen von großer Wichtigkeit sei. Sie lasse es sich nicht nehmen, sich zu Sitzungen der Ratsfraktionen einzuladen. Dies schaffe ein offenes und vertrauensvolles Arbeiten.