Neuer Nutzungszyklus für Eigenheime

Neuer Nutzungszyklus für Eigenheime Sanieren statt Neubauen Gute Nachrichten gehen leicht unter, besonders seitdem in der Ukraine ein Krieg tobt. Aber es gibt sie noch. Zum Beispiel: Die Bundesbauministerin, Klara Geywitz, hat angekündigt, den Bau von Eigenheimen einzudämmen. Es sei "ökonomisch und ökologisch unsinnig", wenn jede Generation neue Einfamilienhäuser baue, erklärte die SPD-Politikerin.

Sanieren statt Neubauen

Gute Nachrichten gehen leicht unter, besonders seitdem in der Ukraine ein Krieg tobt. Aber es gibt sie noch. Zum Beispiel: Die Bundesbauministerin, Klara Geywitz, hat angekündigt, den Bau von Eigenheimen einzudämmen. Es sei "ökonomisch und ökologisch unsinnig", wenn jede Generation neue Einfamilienhäuser baue, erklärte die SPD-Politikerin.

Ein Eigenheim mit 150 Quadratmetern werde anfangs noch von fünf Personen bewohnt, doch dann ziehen die Kinder aus, und dann leben nur noch ein oder zwei Senioren dort.

Die Ministerin strebt daher einen neuen Nutzungszyklus an. Die nächste Generation soll die alten Häuser erwerben und sanieren, anstatt neue Einfamilienhäuser zu bauen. Dazu will Geywitz staatliche Anreize setzen. So kann man beides verbinden: Fläche sparen und den Wunsch nach eigenen vier Wänden erfüllen.

Wir Grünen begrüßen den Vorstoß der SPD-Politikerin. Auch in Engelskirchen steigt die Wohnfläche pro Kopf Jahr für Jahr und hat inzwischen unsinnige Ausmaße erreicht. Daher fordern wir seit langem Anreize für Senioren, in kleinere Wohnungen umzuziehen. Nötig sind dafür barrierefreie Wohnungen in zentraler Lage.

Leider sind wir mit dieser Forderung im Rat ziemlich allein. Alle anderen Parteien wollen lieber neue Baugebiete erschließen - leider auch die SPD unter Bürgermeister Karthaus. Es wäre ein großer Fortschritt, wenn die örtliche SPD sich die Baupolitik der eigenen Ministerin zu Herzen nehmen würde.