Weltklimavertrag von Paris gilt auch für Engelskirchen

12.12.15

CDU und SPD sollen sich endlich auch gegen die geplante 
Verkaufsförderungsanlage für klimaschädliche SUVs in Ehreshoven aussprechen

In Paris haben sich die Staaten der Welt auf das Ziel der 1.5 Grad Erderwärmung geeinigt. Greenpeace spricht von einem „Wendepunkt“.  Die Industrieländer sollen die Führung zur Erreichung dieses Ziels übernehmen und alle 5 Jahre Pläne vorlegen, wie dieses Ziel erreicht werden kann. Klar ist, dass in allen Bereichen der fossilen Energienutzung, wie im Autoverkehr, eine Trendwende zu niedrigerem Verbrauch notwendig ist.

In Ehreshoven droht mit der geplanten Fahrzeugschulungsstrecke – der Begriff Off- Road – Strecke wird vom Betreiber nicht mehr verwendet- die Etablierung eines Verkaufsförderungszentrums für klimaschädliche SUVs. Dies besteht aus Schloss, EcoLut-Center, Kommende, Gut Forkscheid und eben der sogenannten Fahrzeugschulungsstrecke, die sich jetzt im Bauleitverfahren befindet.  Argumente, von Grünen und NABU vorgebracht, dass man die verhängnisvolle Ausbreitung der SUVs, die im Schnitt gegenüber normalen Fahrzeugen mehr CO2 ausstoßen, nicht noch durch Präsentationen der Autoindustrie für den weltweiten Markt bei uns unterstützen dürfe, haben CDU und SPD bislang abgeblockt. Man ging einfach nicht auf die vorgebrachten Argumente ein.

Klar ist, dass man den prognostizierten Trend von 547 339 Erstzulassungen in Deutschland im Jahr 2014 auf etwa 900 000 in 2020 (Prof. Ferdinand Dudenhöffer) nicht allein in Ehreshoven stoppen kann. Klar ist aber auch, dass es keinen guten Grund gibt, das gegenwärtige Landschaftsschutzgebiet in Ehreshoven für eine Verkaufsförderungsanlage für klimaschädliche SUVs zur Verfügung zu stellen. Es geht dabei nicht zuerst um die Emissionen der Fahrzeuge, für die an 50 Tagen im Jahr das Gebiet für Erholungssuchende abgesperrt werden soll,  sondern um die Propaganda der Autoindustrie mit diesen Autos. Bilder von SUVs im Wald von Ehreshoven wird man dann in der Presse bis nach China sehen können. Die Bereitstellung der Strecke für öffentliche Einrichtungen wie Rettungsdienste, GSG 9 und andere dient lediglich der Ermöglichung des Hauptgeschäfts und soll ein öffentliches Interesse vorspielen.

Harry Cremer, Sprecher des Ortsverbandes der Grünen in Engelskirchen:

„Wir wollen weiterhin ein  Landschaftsschutzgebiet für Mensch und Natur statt ein Sperrgebiet für die Propagierung eines klimaschädlichen Lebensstils. CDU und SPD sollen das Bauleitverfahren stoppen. Der Weltklimavertrag verpflichtet uns zu konsequentem Handeln vor Ort.“

 

 

Der Vorstand des Ortsverbands Engelskirchen